ERP-Einführungen gehören zu den komplexesten und kostspieligsten IT-Projekten in Unternehmen. Millionenbudgets, jahrelange Projektlaufzeiten, hunderte oder tausende betroffene Mitarbeiter. Und trotzdem scheitern viele ERP-Projekte - nicht an der Technologie, sondern an der Kommunikation.
Ein Erklärvideo kann die Kommunikation einer ERP-Einführung entscheidend verbessern. Es erklärt das Warum, holt Mitarbeiter ab und schafft Verständnis für ein System, das anfangs oft als Bedrohung wahrgenommen wird.
Warum ERP-Einführungen scheitern
Studien zeigen, dass ein erheblicher Anteil aller ERP-Projekte die ursprünglich gesetzten Zeit- und Budgetziele nicht erreicht. Die häufigsten Gründe liegen im - nicht in der Technologie.
Widerstand der Mitarbeiter
Mitarbeiter, die ihr bestehendes System kennen und gut damit umgehen können, sehen in einem neuen ERP-System zunächst eine Bedrohung: mehr Arbeit, neue Komplexität, Kontrollverlust. Dieser Widerstand ist natürlich und vorhersehbar - und er muss proaktiv adressiert werden.
Schlechte Kommunikation des Nutzens
Was haben Mitarbeiter vom neuen ERP-System? Was wird sich für sie konkret verbessern? Diese Fragen werden in vielen ERP-Projekten zu wenig oder zu spät beantwortet. Das Ergebnis: Mitarbeiter sehen keinen Nutzen und keine Motivation, das neue System zu erlernen.
Überforderung durch Komplexität
ERP-Systeme sind komplex. Schulungsunterlagen sind oft hunderte Seiten lang. Mitarbeiter, die bereits im Arbeitsalltag zeitlich gefordert sind, überblicken diese Komplexität schwer. Das führt zu oberflächlicher Nutzung und nicht genutzten Potentialen.
Video Marketing 2026: Was Studien sagen
- 91% der Unternehmen nutzen Video als Marketing-Tool (Wyzowl 2026)
- 82% der Marketer berichten von gutem ROI durch Video-Marketing
- 85% der Konsumenten wurden durch ein Video zum Kauf überzeugt
- 93% sagen, Video verbessert das Verständnis für ihr Produkt
Quelle: Wyzowl State of Video Marketing Report 2026
Die Rolle von Erklärvideos bei ERP-Projekten
Erklärvideos sind kein Ersatz für ein vollständiges Change-Management-Programm. Aber sie sind ein sehr effektives Werkzeug innerhalb eines solchen Programms.
Das Warum erklären
Ein kurzes Erklärvideo, das erklärt, warum das Unternehmen ein neues ERP-System einführt und was das für die Mitarbeiter bedeutet, ist einer der wirksamsten Einstiege in ein ERP-Projekt. Mitarbeiter, die das Warum verstehen, bringen mehr Engagement mit.
Komplexes vereinfachen
Ein Erklärvideo, das die wichtigsten Konzepte des neuen ERP-Systems in 90-120 Sekunden erklärt, gibt Mitarbeitern ein mentales Modell, bevor die eigentliche Schulung beginnt. Das macht Schulungen effizienter.
Nachschlagen und Auffrischen
Nach der Schulung vergessen Mitarbeiter schnell Details. Kurze Erklärvideo-Module, die spezifische Prozesse erklären, können jederzeit nachgeschlagen werden - ohne den Kollegen zu fragen oder auf einen Trainer zu warten.
Erklärvideos in den Projektphasen
Phase 1: Vor der Einführung (Awareness)
Ziel: Verständnis und Akzeptanz schaffen. Inhalt: Warum führen wir ein neues ERP ein? Was ändert sich? Was bleibt gleich? Welche Vorteile haben die Mitarbeiter konkret? Zielgruppe: Alle betroffenen Mitarbeiter. Länge: 90-120 Sekunden.
Phase 2: Während der Einführung (Training)
Ziel: Grundlegende Funktionen erklären. Inhalt: Wie navigiere ich im System? Welche Prozesse laufen wie ab? Welche meiner täglichen Aufgaben werden wie unterstützt? Zielgruppe: Differenziert nach Rollen (Einkauf, Vertrieb, Produktion, Controlling). Länge: 2-5 Minuten pro Modul.
Phase 3: Nach der Einführung (Onboarding)
Ziel: Neue Mitarbeiter effizient einarbeiten. Inhalt: Alle wesentlichen Prozesse, die ein neuer Mitarbeiter verstehen muss. Zielgruppe: Alle neuen Mitarbeiter. Länge: Modul-Serie mit insgesamt 15-30 Minuten Gesamtlänge.
Verschiedene Zielgruppen ansprechen
Ein gutes ERP-Kommunikationskonzept spricht verschiedene Zielgruppen unterschiedlich an:
Führungskräfte und Management
Führungskräfte wollen den ROI und die strategischen Vorteile verstehen. Ein kurzes Video, das zeigt, wie das neue ERP die Entscheidungsqualität verbessert und Transparenz schafft, spricht ihre Sprache.
Fachabteilungen
Für Einkauf, Vertrieb, Produktion und Logistik braucht es jeweils eigene Videos, die die täglichen Prozesse der jeweiligen Abteilung im neuen System zeigen. Allgemeine Videos erreichen diese Zielgruppen kaum.
IT-Abteilung
Die IT-Abteilung braucht technische Details: Integration, Schnittstellen, Berechtigungskonzepte. Diese Details werden typischerweise in separaten technischen Videos oder Dokumentationen kommuniziert.
ERP-Anbieter: Software besser vermarkten
Für ERP-Software-Anbieter (SAP, Microsoft Dynamics, Oracle, Sage, Haufe) sind Erklärvideos ein zentrales Vertriebsinstrument. Der Markt ist kompetitiv und technisch komplex - Entscheider brauchen schnelle Klarheit über Nutzen und Differenzierung.
Dem Kunden den Nutzen zeigen
Ein Erklärvideo, das zeigt, wie das ERP-System konkrete Businessprobleme löst - nicht was es technisch kann, sondern was der Kunde davon hat - ist ein starkes Vertriebstool. Potenzielle Kunden verstehen sofort, warum dieses System für ihr Unternehmen relevant ist.
Module und Funktionen erklären
Für spezifische Module (Finanzwesen, Supply Chain, HR, CRM) können kurze Erklärvideo-Serien erstellt werden, die auf der Website und in Vertriebspräsentationen eingesetzt werden.
Empfehlung: Planen Sie das Erklärvideo frühzeitig in das ERP-Projekt ein - idealerweise als Teil des Change-Management-Konzepts von Beginn an. Ein Video, das erst kurz vor Go-Live produziert wird, kommt zu spät, um Widerstände abzubauen.
Warum Animation für ERP-Erklärungen funktioniert
3D-Animation hat spezifische Vorteile für ERP-Erklärungen:
- Datenflussse zeigen: Wie fließen Daten durch das System? Wie sind verschiedene Module verbunden? Animierte Datenflüsse machen diese Architektur sofort verständlich.
- Prozesse abbilden: Ein animierter Prozessablauf - von der Bestellung über den Wareneingang bis zur Rechnungsstellung - ist klarer als jedes Flussdiagramm.
- Software unabhängig von Versionen: Animierte Darstellungen sind nicht von Screenshot-basierten Versionen abhängig. Sie bleiben gültig, auch wenn die Software-Oberfläche aktualisiert wird.
- Internationaler Einsatz: Animierte Videos können in verschiedenen Sprachen vertont werden - ideal für globale ERP-Rollouts.
Was ein gutes ERP-Erklärvideo ausmacht
- Perspektive des Nutzers: Nicht aus System-Perspektive erklärt, sondern aus der Perspektive des Mitarbeiters, der das System täglich nutzt.
- Konkreter Nutzen im Vordergrund: Was ist konkret besser? Weniger manuelle Eingaben, bessere Übersicht, schnellere Auswertungen.
- Einfache Sprache: ERP-Fachbegriffe, die erklärt werden müssen, werden erklärt. SAP-Transaktionscodes und technische Details bleiben außen vor.
- Rollenspezifische Inhalte: Ein Video für den Buchhalter sieht anders aus als eines für den Vertriebsmitarbeiter.
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Häufige Fragen zu Erklärvideos für ERP-Systeme
Das hängt von der Größe des Projekts und der Anzahl der Nutzergruppen ab. Typisch sind: 1 Awareness-Video für alle Mitarbeiter + 3-5 Modul-Videos je Nutzergruppe. Für einen globalen Rollout kommen Sprachversionen hinzu. Bei 3DStory können Sie auch eine Video-Serie zu einem Paketpreis vereinbaren.
Ja, das Skript und die animierten Prozessabläufe werden auf Basis der Informationen erstellt, die Sie uns über Ihre spezifischen ERP-Prozesse und die Konfiguration des Systems geben. Das Video zeigt Ihre Prozesse - nicht einen generischen ERP-Prozess.
Ja, die fertig gelieferten Video-Dateien (MP4) können in alle gängigen LMS-Systeme eingebunden werden. Bei 3DStory liefern wir die Video-Dateien in einer für LMS-Integration geeigneten Auflösung und Format.
Bei 3DStory 3.900 EUR netto als Festpreis pro Video. Enthalten sind Konzept, Skript, 3D-Animation, Sprecher, Musik und alle Nutzungsrechte. Die Lieferzeit beträgt 7 Werktage pro Video.
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