Erklärvideo Konzept: Wie man ein überzeugendes Erklärvideokonzept entwickelt

Inhalt
  1. Warum das Konzept das A und O ist
  2. Die 5 Grundfragen vor jedem Konzept
  3. Schritt 1: Das Briefing
  4. Schritt 2: Die Skriptentwicklung mit der PSAC-Formel
  5. Schritt 3: Das Storyboard
  6. Schritt 4: Die Style-Entscheidung
  7. Schritt 5: Sprecher und Musik
  8. Häufige Fehler im Erklärvideo-Konzept
  9. Häufige Fragen
RF

Über den Autor: Rico Friedrich

Gründer von 3DStory und spezialisiert auf 3D-Erklärvideos, Produktvideos und Werbevideos für Unternehmen im DACH-Raum.

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Ein Erklärvideo ist nur so gut wie sein Konzept. Die beste Animation, der teuerste Sprecher und die aufwändigste Produktion können ein schwaches Konzept nicht retten. Umgekehrt kann ein starkes Konzept sogar mit begrenztem Budget beeindruckende Ergebnisse liefern.

Was ich in zahlreichen Produktionen immer wieder beobachte: Die meisten Probleme bei Erklärvideo-Projekten entstehen nicht in der Animation oder im Schnitt, sondern ganz am Anfang. Im Briefing, im Skript, in der Frage: Was soll dieses Video eigentlich erreichen?

Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch den Konzeptionsprozess, von der ersten Idee bis zur fertigen Abstimmung mit dem Produktionsteam.

Warum das Konzept das A und O jedes Erklärvideos ist

Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein Haus ohne Architektenplan. Vielleicht haben Sie eine Vorstellung, wie es aussehen soll. Aber ohne klare Planung entstehen Fehler, die sich durch den gesamten Bau ziehen und am Ende teuer sind.

Beim Erklärvideo ist es genauso. Ohne solides Konzept passiert folgendes:

Ein durchdachtes Konzept löst alle diese Probleme im Vorfeld. Es schafft eine gemeinsame Grundlage zwischen Auftraggeber und Produktion und stellt sicher, dass das fertige Video sein Ziel erreicht.

Die 5 Grundfragen vor jedem Konzept

Bevor Sie eine einzige Zeile Skript schreiben, beantworten Sie diese fünf Fragen. Ohne klare Antworten darauf ist jedes Konzept auf Sand gebaut.

Frage 1: Wer ist die Zielgruppe?

Nicht "alle potenziellen Kunden". Sondern konkret: Welche Person sitzt vor dem Bildschirm? Was weiß sie bereits? Was weiß sie noch nicht? Was beschäftigt sie gerade? Ein Video für einen Geschäftsführer mit technischem Hintergrund braucht eine andere Sprache als ein Video für Privatpersonen ohne Fachkenntnisse.

Frage 2: Was ist die eine Kernbotschaft?

Nicht drei Botschaften. Eine. Die wichtigste. Was soll der Zuschauer nach dem Video wissen, denken oder fühlen, was er vorher nicht wusste, dachte oder fühlte? Wenn Sie diese Frage nicht in einem Satz beantworten können, ist das Konzept noch nicht fertig.

Frage 3: Wo wird das Video eingesetzt?

Eine Landing Page, eine Messe, ein YouTube-Kanal, eine E-Mail-Kampagne? Der Kontext beeinflusst Länge, Ton und Struktur. Auf einer Landing Page sieht der Nutzer das Video bewusst. Auf YouTube läuft es als Ad vor einem anderen Video. Beide Situationen erfordern unterschiedliche Konzepte.

Frage 4: Welche Länge ist sinnvoll?

Kürzer ist fast immer besser. 60 Sekunden reichen für die meisten Erklärvideos vollkommen aus. 90 Sekunden wenn nötig, 2 Minuten nur wenn der Inhalt es wirklich erfordert. Alles darüber ist selten Marketing und fast immer ein Problem mit der Kernbotschaft.

Frage 5: Was ist der gewünschte Animationsstil?

3D, 2D, Whiteboard, Motion Graphics? Der Stil muss zur Marke passen. Ein Fintech-Unternehmen mit modernem Branding braucht einen anderen Stil als ein traditionelles Handwerksunternehmen. Der Stil beeinflusst auch das Budget und die Produktionszeit.

Schritt 1: Das Briefing

Das Briefing ist das Fundament. Ein gutes Briefing spart mehr Geld als jede Rabattverhandlung mit dem Produzenten. Ein schlechtes Briefing kostet Sie im Durchschnitt zwei zusätzliche Feedback-Schleifen, also Wochen Zeitverlust und hunderte Euro Mehrkosten.

Ein vollständiges Erklärvideo-Briefing enthält:

Praxis-Tipp: Schicken Sie dem Produzenten Links zu drei Videos, die Ihnen gefallen, und drei, die Ihnen nicht gefallen, mit einer kurzen Begründung. Das spart mehr Zeit als jede Stilbeschreibung in Worten.

Schritt 2: Die Skriptentwicklung mit der PSAC-Formel

Das Skript ist das Herzstück des Konzepts. Es legt fest, was gesagt wird, in welcher Reihenfolge, und wie. Die PSAC-Formel ist eine bewährte Struktur für Erklärvideo-Skripte:

P - Problem

Beginnen Sie mit dem Problem oder dem Schmerz der Zielgruppe. Nicht mit Ihrem Unternehmen, nicht mit Ihrem Produkt. Mit dem Problem des Zuschauers. Das erzeugt sofort Relevanz: Der Zuschauer fühlt sich angesprochen und schaut weiter.

Beispiel: "Kennen Sie das? Ihr Produkt ist komplex, Kunden verstehen beim ersten Gespräch nicht, wie es funktioniert, und Sie verlieren Interessenten, bevor sie überhaupt kaufen können."

S - Solution (Lösung)

Präsentieren Sie Ihre Lösung klar und einfach. Kein Fachjargon, keine langen Erklärungen. Die Lösung muss in einem Satz verstehbar sein. Dann können Sie sie in weiteren Sätzen ausführen.

Beispiel: "3DStory erklärt Ihr Produkt in einem 3D-Animationsvideo, das Ihre Kunden auf Anhieb verstehen."

A - Action (Wirkung zeigen)

Zeigen Sie, wie die Lösung wirkt. Was ändert sich für den Kunden? Welche konkreten Ergebnisse sind möglich? Das kann durch Zahlen, durch einen Vorher-Nachher-Vergleich oder durch eine kurze Geschichte verdeutlicht werden.

Beispiel: "Unsere Kunden berichten von 40% kürzeren Vertriebsgesprächen und deutlich höheren Abschlussquoten, weil Interessenten schon vor dem ersten Termin verstehen, was sie bekommen."

C - Call to Action

Was soll der Zuschauer jetzt tun? Konkret, einfach, eine einzige Handlung. Kein "Besuchen Sie unsere Website und informieren Sie sich über unsere Angebote und kontaktieren Sie uns". Sondern: "Jetzt unverbindlich beraten lassen."

Wie lang sollte das Skript sein?

Faustregel: 130 Wörter gesprochener Text pro Minute. Ein 60-Sekunden-Erklärvideo hat also etwa 120-150 Wörter Sprechertext. Das klingt wenig und ist es auch. Jeder Satz muss verdient sein.

Schritt 3: Das Storyboard

Das Storyboard ist die visuelle Umsetzung des Skripts. Es zeigt Szene für Szene, was zu sehen sein wird, während ein bestimmter Text gesprochen wird. Ein professionelles Storyboard ist keine Kunstwerk-Sammlung - es sind grobe Skizzen, die die räumliche und zeitliche Struktur des Videos visualisieren.

Warum ist das Storyboard so wichtig?

Für die meisten Erklärvideo-Projekte reicht ein einfaches Storyboard mit einer Skizze pro Hauptszene und einer Kurzbeschreibung, was zu sehen und zu hören ist.

Schritt 4: Die Style-Entscheidung

Der visuelle Stil ist kein Dekorationselement, er ist Kommunikation. Jeder Stil sendet implizit eine Botschaft über das Unternehmen.

3D-Animation

Wirkt modern, technisch hochwertig, präzise. Ideal für technische Produkte, SaaS, Industrie, Medizin, Finanzdienstleistungen. 3D-Animation hebt sich visuell von der Masse ab, weil die meisten Erklärvideos in 2D produziert werden. Ein 3D-Video fällt auf.

2D Flat-Design / Motion Graphics

Der am weitesten verbreitete Stil. Sauber, lesbar, für fast alle Branchen einsetzbar. Der Nachteil: Es sieht aus wie tausend andere Videos. Wenn Sie sich von der Konkurrenz abheben möchten, ist 2D-Flat selten die beste Wahl.

2D-Character-Animation

Emotionaler, persönlicher, für Konsumentenprodukte und Dienstleistungen mit starkem Menschenfokus gut geeignet. Aufwändiger und teurer als Flat-Design.

Whiteboard-Animation

War zwischen 2012 und 2018 sehr populär. Heute wirkt es veraltet und wird mit günstiger Do-it-yourself-Produktion assoziiert. Für professionelle Marken nicht mehr empfehlenswert.

Farben und Typografie

Das Video sollte im Branding des Unternehmens produziert werden. Primärfarben, Schriftarten und Logo müssen konsistent eingesetzt werden. Ein Video, das nicht zur restlichen Unternehmenskommunikation passt, wirkt wie ein Fremdkörper.

Schritt 5: Sprecherauswahl und Musik

Der Sprecher

Die Stimme des Erklärvideos ist oft unterschätzt. Eine professionelle Stimme transportiert Glaubwürdigkeit, Kompetenz und die richtige Tonalität. Die falsche Stimme kann ein gutes Video ruinieren.

Achten Sie auf:

Die Musik

Hintergrundmusik setzt die emotionale Grundstimmung des Videos. Sie sollte:

Häufige Fehler im Erklärvideo-Konzept

Fehler 1: Zu viele Informationen in einem Video

Das ist der häufigste Fehler. Das Erklärvideo soll das Produkt erklären, die Unternehmensgeschichte erzählen, den Preis nennen, drei Features vorstellen und fünf verschiedene Nutzergruppen ansprechen. Das ergibt ein 4-Minuten-Monster, das niemand zu Ende schaut. Ein Video, eine Botschaft.

Fehler 2: Mit dem Unternehmen beginnen, nicht mit dem Problem

"Herzlich willkommen bei der XY GmbH. Wir wurden 2015 gegründet und sind seitdem..." Niemand will das wissen. Beginnen Sie mit dem Problem des Zuschauers. Das schafft sofort Relevanz.

Fehler 3: Keinen klaren CTA

Das Video endet mit "Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit". Was soll der Zuschauer jetzt tun? Ein klarer, einziger Call to Action ist Pflicht. Ohne CTA ist jedes Video unvollständig.

Fehler 4: Die Zielgruppe nicht kennen

Ein Erklärvideo, das gleichzeitig Geschäftsführer, Mitarbeiter und Endkunden ansprechen soll, spricht am Ende niemanden richtig an. Definieren Sie eine primäre Zielgruppe und sprechen Sie diese direkt an.

Fehler 5: Das Storyboard überspringen

Viele Auftraggeber denken, das Storyboard sei ein optionaler Schritt. Es ist der wichtigste Kontrollpunkt im gesamten Prozess. Korrekturen vor der Animation kosten einen Bruchteil der Korrekturen danach.

Häufige Fragen zum Erklärvideo-Konzept

Wer entwickelt das Konzept für ein Erklärvideo?

Das Konzept kann vom Auftraggeber selbst, von einem Texter oder von der Produktionsfirma entwickelt werden. Bei 3DStory ist die Konzept- und Skriptentwicklung vollständig im Festpreis von 3.900 EUR enthalten. Sie liefern das Briefing, wir entwickeln die Geschichte.

Was ist die PSAC-Formel?

PSAC steht für Problem - Solution - Action - Call to Action. Es ist eine bewährte Struktur für Erklärvideo-Skripte: Zunächst wird das Problem der Zielgruppe benannt, dann die Lösung präsentiert, die Wirkung gezeigt und abschließend zur Handlung aufgefordert. Diese Struktur funktioniert, weil sie dem natürlichen Entscheidungsprozess folgt.

Wie lang sollte ein Erklärvideo-Skript sein?

Für ein 60-Sekunden-Erklärvideo brauchen Sie etwa 120-150 Wörter gesprochenen Text (Sprechtempo ca. 130 Wörter pro Minute). Für 90 Sekunden entsprechend 180-220 Wörter. Kürzer ist fast immer besser: Jeder Satz, der nicht absolut notwendig ist, sollte gestrichen werden.

Was kostet die Konzeptentwicklung für ein Erklärvideo?

Wenn Sie das Konzept extern beauftragen, liegen die Kosten je nach Komplexität bei 500-2.000 EUR. Viele Studios berechnen Konzept und Skript separat vom Animationspreis. Bei 3DStory ist alles im Festpreis von 3.900 EUR enthalten, inklusive Konzept, Skript, Storyboard-Abstimmung und Animation.

Was ist ein Storyboard und brauche ich es zwingend?

Ein Storyboard ist eine Sequenz von Skizzen oder Grafiken, die zeigen, wie das Video Szene für Szene aussehen wird. Es dient als visuelle Brücke zwischen Skript und fertiger Animation. Für professionelle Produktionen ist es unverzichtbar, da es Missverständnisse verhindert und teure Korrekturen in der Animationsphase vermeidet.

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Wir entwickeln Konzept, Skript und Animation - alles im Festpreis von 3.900 EUR.

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