"Wie lange dauert das?", die Frage kommt in jedem Erstgespräch. Und sie hat zwei Dimensionen: Wie lange dauert die Produktion? Und wie lange sollte das Video selbst sein?
Beides sind entscheidende Fragen, und bei beiden gibt es Antworten, die in der Praxis funktionieren, jenseits der typischen "kommt drauf an"-Aussagen. Genau die bekommen Sie hier.
Produktionszeit: Wie lange dauert es, ein Erklärvideo zu produzieren?
Die ehrliche Antwort: Zwischen 5 Tagen und 8 Wochen. Das ist eine riesige Spanne, ich weiß. Aber sie hat konkrete Gründe.
| Anbieter-Typ | Typische Dauer | Warum so lange (oder kurz)? |
|---|---|---|
| DIY / KI-Tools | 1-3 Tage | Template-basiert, keine individuelle Animation. Sie machen alles selbst. |
| Freelancer | 2-4 Wochen | Eine Person macht alles. Oft Wartezeiten durch andere Projekte. |
| Spezialisierte Produktion | 1-3 Wochen | Klare Prozesse, eingespieltes Team. Paralleles Arbeiten möglich. |
| Große Häuser | 4-8 Wochen | Viele Abstimmungsschleifen, Projektmanager, interne Freigaben. |
Bei 3DStory: Unser Standard sind 5 Tage, vom Briefing bis zum fertigen Video. Das ist kein Rush-Modus, sondern unser normaler Ablauf. Möglich durch klare Prozesse und ein eingespieltes Team, das parallel arbeitet.
Die Produktionsphasen im Detail
Um zu verstehen, warum die Produktion so lange (oder so kurz) dauert, hilft ein Blick auf die einzelnen Phasen:
Phase 1: Briefing (Tag 1)
Das Erstgespräch, in dem Zielgruppe, Botschaft und Einsatzzweck geklärt werden. Dauert typischerweise 30-60 Minuten. Je besser Sie vorbereitet sind, desto schneller geht es. Mehr über die optimale Vorbereitung finden Sie im Artikel .
Phase 2: Konzept und Skript (1-3 Tage)
Der Produzent entwickelt die Story und schreibt das Skript. Ein 60-Sekunden-Skript hat rund 150 Wörter, aber die müssen perfekt sitzen. In dieser Phase entsteht die Grundlage für alles Weitere.
Hier liegt auch das größte Verzögerungsrisiko: Wenn Sie 5 Tage brauchen, um das Skript freizugeben, verschieben sich alle folgenden Phasen um 5 Tage.
Phase 3: Storyboard (1-2 Tage)
Jede Szene wird visuell skizziert. Das Storyboard zeigt Ihnen, was der Zuschauer sehen wird, Szene für Szene. Änderungen sind hier noch günstig. In der Animation kosten sie das Zehnfache.
Phase 4: Sprecheraufnahme (1 Tag)
Der professionelle Sprecher nimmt den Text auf. Die Animation wird dann exakt auf die Sprachaufnahme getimed, deshalb kommt die Aufnahme vor der Animation.
Phase 5: Animation (2-5 Tage)
Die zeitintensivste Phase. Je nach Stil variiert der Aufwand erheblich:
- Whiteboard: 1-2 Tage für 60 Sekunden
- 2D Flat-Design: 2-3 Tage
- 2D Character: 3-5 Tage
- 3D-Animation: 3-5 Tage (Modellierung + Animation)
- Mixed Media: 5-10 Tage
Phase 6: Sound-Design und Musik (1 Tag)
Passende Hintergrundmusik wird ausgewählt und Soundeffekte werden eingefügt. Läuft oft parallel zur finalen Animation.
Phase 7: Feedback und Finalisierung (1-3 Tage)
Sie bekommen die erste Version und geben Feedback. Nach den Korrekturen erhalten Sie das fertige Video in allen Formaten.
Zeitfresser Nr. 1: Nicht die Animation dauert lang, sondern die Wartezeit auf Kundenfeedback. Plane feste Feedback-Slots ein und halte sie ein.
Die ideale Videolänge nach Einsatzzweck
Jetzt zur zweiten Dimension: Wie lang sollte das Video selbst sein? Die Antwort hängt davon ab, wo und wofür Sie es einsetzen.
| Einsatzzweck | Ideale Länge | Warum? |
|---|---|---|
| Social Media Ads | 15-30 Sek. | Kurze Aufmerksamkeitsspanne. In 3 Sekunden muss der Hook sitzen. |
| Website / Landing Page | 60-90 Sek. | Der Sweet Spot: Lang genug zum Erklären, kurz genug zum Anschauen. |
| Produkterklärung | 60-120 Sek. | Komplexe Produkte brauchen etwas mehr Zeit. Aber nicht mehr als 2 Minuten. |
| Messe / Präsentation | 30-90 Sek. | Auf Messen schaut niemand länger als eine Minute. Looping-fähig ist ideal. |
| Onboarding / Schulung | 2-5 Min. | Hier ist Vollständigkeit wichtiger als Kürze. Aber in Kapitel aufteilen. |
| Pitch / Investor | 90-120 Sek. | Knapp, überzeugend, auf den Punkt. Investoren haben wenig Zeit. |
| LinkedIn / B2B | 30-60 Sek. | Im Feed scrollt man schnell weiter. Kurz und relevant performen am besten. |
Die goldene Regel: Kürzer ist fast immer besser. Ein 60-Sekunden-Video, das bis zum Ende geschaut wird, ist wirksamer als ein 3-Minuten-Video, bei dem nach 40 Sekunden abgebrochen wird. Die Completion Rate ist die entscheidende Metrik.
Warum 60 Sekunden der Sweet Spot sind
Es gibt einen Grund, warum die meisten erfolgreichen Erklärvideos zwischen 60 und 90 Sekunden lang sind. In dieser Zeit können Sie:
- Das Problem des Zuschauers ansprechen (10 Sek.)
- Ihre Lösung präsentieren (20 Sek.)
- Die wichtigsten Vorteile zeigen (20 Sek.)
- Einen klaren Call-to-Action geben (10 Sek.)
Mehr brauchen Sie nicht. Wirklich nicht. Jede zusätzliche Sekunde muss sich rechtfertigen, und die meisten können es nicht.
Wie viele Wörter passen in 60 Sekunden?
Eine natürliche Sprechgeschwindigkeit liegt bei etwa 140-160 Wörtern pro Minute. Für ein 60-Sekunden-Video brauchen Sie also rund 150 Wörter. Das sind weniger als Sie denken, ungefähr die Hälfte dieses Abschnitts.
Deshalb ist das Skript so wichtig: Jedes Wort muss sitzen. Es gibt keinen Platz für Füllwörter, Marketing-Floskeln oder Wiederholungen.
6 Faktoren, die die Produktionsdauer beeinflussen
1. Animationsstil
Der größte Faktor. Eine einfache Whiteboard-Animation braucht 2-3 Tage reine Animationszeit. Eine aufwändige 3D-Animation kann 5-5 Tage dauern, weil 3D-Objekte modelliert, texturiert und beleuchtet werden müssen. Einen Überblick über alle Stile finden Sie im Artikel .
2. Videolänge
Logisch: Ein 2-Minuten-Video braucht mehr Animationszeit als ein 60-Sekunden-Video. Aber nicht doppelt so viel, Konzept und Setup bleiben gleich. Rechne mit etwa 40-60% mehr Zeit pro zusätzlicher Minute.
3. Komplexität des Inhalts
Ein Video, das ein einfaches Produkt erklärt, hat vielleicht 8 Szenen. Ein Video, das einen technischen Prozess mit 15 Schritten visualisiert, hat 20+ Szenen. Mehr Szenen bedeuten mehr Arbeit.
4. Feedback-Geschwindigkeit
Hier liegt der häufigste Grund für Verzögerungen. Wenn 4 Entscheider jede Phase absegnen müssen und einer davon 2 Wochen im Urlaub ist, hilft der schnellste Animator nichts. Klare interne Zuständigkeiten beschleunigen die Produktion enorm.
5. Anzahl der Revisionen
Zwei Feedbackrunden sind normal. Fünf Feedbackrunden verdoppeln die Produktionszeit. Die meisten Revisionen entstehen, weil das Briefing zu vage war. Investiere lieber 30 Minuten mehr ins Briefing als Tage in Korrekturen.
6. Verfügbarkeit des Anbieters
Beliebte Produzenten sind oft Wochen im Voraus ausgebucht. Fragen Sie frühzeitig an, besonders wenn Sie eine feste Deadline haben (Messe, Launch, Kampagnenstart).
So beschleunigen Sie die Produktion
Sie möchten Ihr Video schneller? Hier sind 5 Dinge, die Sie tun können:
1. Bereite ein solides Briefing vor
Beantworte vor dem Erstgespräch: Wer ist die Zielgruppe? Was soll das Video bewirken? Wo wird es eingesetzt? Gibt es Beispiele, die Ihnen gefallen? Je klarer das Briefing, desto weniger Schleifen später.
2. Benenne einen Entscheider
Eine Person, die Feedback gibt und Freigaben erteilt. Nicht drei. Nicht ein Komitee. Eine Person mit Entscheidungsbefugnis. Das allein kann die Produktionszeit halbieren.
3. Gib Feedback innerhalb von 24 Stunden
Jeder Tag, den Sie mit der Rückmeldung warten, ist ein Tag, der hinten drangehängt wird. Planen Sie sich feste Feedback-Slots ein.
4. Vertraue dem Prozess
Wenn Sie einen erfahrenen Produzenten gewählt haben, lassen Sie ihn seine Arbeit machen. Die größten Zeitfresser sind Kunden, die jedes Detail micromanagen. Geben Sie den Rahmen vor und lassen Sie den Profi gestalten.
5. Halte das Video kurz
60 Sekunden statt 3 Minuten spart nicht nur Geld, sondern auch massiv Zeit. Weniger Szenen, weniger Animation, weniger Korrekturbedarf.
Tipp: Fragen Sie bei der Anfrage direkt nach einem Zeitplan mit konkreten Daten. So wissen Sie vorher, wann Sie Feedback geben müssen und wann das Video fertig ist. Infos zu Kosten finden Sie im Detail unter
Häufige Fragen zur Erklärvideo-Dauer
Typischerweise 2-6 Wochen. Bei spezialisierten Anbietern wie 3DStory sind 5 Tage möglich, ohne Rush-Aufpreis. Die Dauer hängt vom Animationsstil, der Komplexität und vor allem von der Feedback-Geschwindigkeit des Kunden ab.
Für Marketing und Vertrieb: 60-90 Sekunden. Für Social Media: 15-30 Sekunden. Für Schulungen: 2-5 Minuten. Die Grundregel: So kurz wie möglich, so lang wie nötig. Die Conversion-Rate sinkt mit jeder Sekunde, die das Video länger ist als nötig.
Ja, bei einem spezialisierten Anbieter mit klaren Prozessen ist das möglich. Bei 3DStory ist 5 Tage unser Standard. Voraussetzung: Sie geben zeitnah Feedback und es gibt einen klaren Entscheider auf Ihrer Seite.
Die häufigsten Gründe: unklares Briefing, zu viele Entscheider, langsames Feedback, fehlende Prozesse beim Anbieter oder besonders aufwändige Animationsstile. Ein guter Prozess und klare Kommunikation können die Produktionszeit um 50% verkürzen.
Fazit: Produktionszeit und Videolänge richtig planen
Zusammengefasst: Die Produktion eines professionellen Erklärvideos dauert zwischen 1 und 6 Wochen, abhängig von Anbieter, Stil und Ihrer eigenen Geschwindigkeit beim Feedback.
Die ideale Videolänge liegt für die meisten Einsatzzwecke bei 60-90 Sekunden. Kürzer ist besser. Länger nur, wenn es wirklich nötig ist.
Ihr wichtigster Hebel: Schnelles Feedback und ein klares Briefing. Das allein kann den Unterschied zwischen 2 Wochen und 6 Wochen Produktionszeit ausmachen.
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