Erklärvideo Briefing: So bereiten Sie sich optimal vor

Inhalt
  1. Warum das Briefing über den Erfolg Ihres Videos entscheidet
  2. Was gehört in ein vollständiges Briefing?
  3. Zielgruppe: die wichtigste und am häufigsten fehlende Angabe
  4. Kernbotschaft: eine Aussage, nicht zehn
  5. Stil und Ton: wie soll das Video klingen und aussehen?
  6. Referenzvideos: zeigen, was Sie meinen
  7. Häufige Fehler im Briefing
  8. Briefing-Vorlage: 12 Felder, die alles abdecken
  9. Häufige Fragen
  10. Fazit
RF

Über den Autor: Rico Friedrich

Gründer von 3DStory und spezialisiert auf 3D-Erklärvideos, Produktvideos und Werbevideos für Unternehmen im DACH-Raum.

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Ein Erklärvideo ist nur so gut wie das Briefing, das dahintersteht. In der Videoproduktion gilt: Wer am Anfang spart (an Zeit, Klarheit und Vorbereitung), zahlt am Ende doppelt, durch mehr Korrekturschleifen, längere Produktionszeiten und ein Ergebnis, das nicht genau das liefert, was benötigt wird.

In diesem Artikel erfahren Sie, was in ein professionelles Erklärvideo-Briefing gehört, welche Fehler am häufigsten gemacht werden und wie Sie mit einer einfachen Vorlage in 30 Minuten alles vorbereiten können, was Ihre Videoproduktion braucht.

Warum das Briefing über den Erfolg Ihres Videos entscheidet

Ein Briefing ist keine lästige Formalie, sondern das Fundament des gesamten Projekts. Es beantwortet drei grundlegende Fragen, auf die alle anderen Entscheidungen aufbauen:

Ein unvollständiges oder widersprüchliches Briefing führt zu Annahmen auf Seiten der Produktion. Und Annahmen führen zu Ergebnissen, die nicht passen. Je klarer das Briefing, desto weniger Überraschungen gibt es, desto weniger Korrekturrunden werden gebraucht und desto schneller ist das Video fertig.

Aus der Praxis: Bei 3DStory ist unser Briefing-Gespräch auf 30 Minuten ausgelegt. Das reicht, um alles zu klären. Wenn ein Gespräch länger dauert, liegt es meist daran, dass intern noch keine Einigkeit über Ziel und Zielgruppe besteht. Das ist kein Problem, aber es sollte vor dem Gespräch mit uns geklärt sein.

Was gehört in ein vollständiges Briefing?

Ein vollständiges Erklärvideo-Briefing deckt folgende Bereiche ab:

Zielgruppe: die wichtigste und am häufigsten fehlende Angabe

Die Zielgruppen-Definition ist der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Video-Briefings. Gleichzeitig ist sie die am häufigsten fehlende oder zu vage beschriebene Angabe. "Unsere Kunden" oder "Unternehmen, die unsere Software nutzen wollen" sind keine Zielgruppen, sondern Platzhalter.

Eine gute Zielgruppen-Beschreibung enthält:

Je konkreter die Zielgruppe beschrieben ist, desto klarer kann das Skript auf die richtigen Trigger, die richtige Sprache und die richtigen Argumente eingehen.

Kernbotschaft: eine Aussage, nicht zehn

Das ist die zweite große Hürde im Briefing: Unternehmen möchten in einem 60-sekündigen Erklärvideo alle Features, alle Vorteile, alle Alleinstellungsmerkmale und alle Anwendungsfälle unterbringen. Das geht nicht, und es schadet dem Video.

Ein Erklärvideo hat genug Raum für genau eine starke Botschaft, die in maximal drei bis vier unterstützenden Punkten ausgeführt wird. Alles, was darüber hinausgeht, verwässert die Kernaussage und überfordert den Zuschauer.

Eine gute Kernbotschaft beantwortet diese Frage: "Was soll der Zuschauer nach dem Video denken oder fühlen, das er vorher nicht gedacht oder gefühlt hat?"

Beispiele für starke Kernbotschaften:

Stil und Ton: wie soll das Video klingen und aussehen?

Video-Stil und Ton sind nicht dasselbe:

Für die Stilentscheidung gibt es Leitfragen:

Für den Ton gilt: Weniger ist mehr. Ein Video, das versucht gleichzeitig seriös, witzig und emotional zu sein, wirkt inkohärent. Entscheiden Sie sich für einen Grundton und halten Sie ihn durch.

Referenzvideos: zeigen, was Sie meinen

Sprache ist unscharf. "Modern" bedeutet für verschiedene Menschen unterschiedliche Dinge. "Professionell" auch. Der schnellste Weg zu einem gemeinsamen Verständnis sind Referenzvideos: Videos, die Ihnen gefallen und die den Stil oder Ton beschreiben, den Sie anstreben.

Sammeln Sie 2 bis 4 Referenzvideos (YouTube-Links reichen) und beschreiben Sie kurz, was Ihnen daran gefällt. Ist es der visuelle Stil? Die Musik? Die Sprecher-Stimme? Das Tempo des Schnitts? Die Farbwelt?

Ebenso hilfreich: Videos, die Ihnen explizit nicht gefallen. "So soll unser Video nicht aussehen" ist eine wertvolle Information.

Häufige Fehler im Briefing

Aus vielen Projekten kennen wir die wiederkehrenden Stolpersteine im Briefing-Prozess:

Fehler 1: Zu viele Botschaften

Ein Erklärvideo kann eine Botschaft stark machen oder viele Botschaften schwach machen. Entscheiden Sie sich für eine.

Fehler 2: Zielgruppe zu breit gefasst

"Alle, die unser Produkt kaufen könnten" ist keine Zielgruppe. Ein Video, das für alle gemacht ist, spricht niemanden wirklich an.

Fehler 3: Kein klares Ziel

"Das Video soll Aufmerksamkeit erzeugen" ist kein Ziel, das messbar ist. Definieren Sie konkret: Was soll der Zuschauer nach dem Video tun?

Fehler 4: Zu viele Beteiligte im Briefing-Prozess

Wenn sechs Abteilungen im Briefing mitreden, entstehen sechs verschiedene Videos in einem. Legen Sie intern vorab eine Entscheidung fest und gehen Sie mit einer Stimme ins Briefing-Gespräch.

Fehler 5: Feature-Liste statt Nutzen

Unternehmen listen gerne auf, was ihr Produkt kann. Zuschauer interessiert aber, was das Produkt für sie bedeutet. Formulieren Sie Nutzen, nicht Features.

Briefing-Vorlage: 12 Felder, die alles abdecken

Nutzen Sie diese Vorlage als Ausgangspunkt für Ihr eigenes Briefing:

Feld Ihre Antwort
1. Unternehmen / Produkt Was machen Sie? Was soll im Video erklärt werden?
2. Ziel des Videos Was soll der Zuschauer nach dem Video tun?
3. Zielgruppe Wer schaut das Video? Funktion, Wissensstand, Problem
4. Kernbotschaft Die eine Aussage, die hängenbleiben soll
5. Einsatzkanal Website, Social Media, YouTube, Messe, intern?
6. Gewünschte Länge Max. Sekunden / Minuten
7. Stil 3D, 2D, Realfilm, Whiteboard, gemischt?
8. Ton / Stimmung Seriös, freundlich, dynamisch, technisch, warm?
9. Sprecher Deutsch, Englisch, männlich, weiblich?
10. Referenzvideos Links zu Videos, die Ihnen gefallen + was gefällt
11. Vorhandene Materialien Logo, CI, Bilder, Texte, CAD-Daten?
12. Deadline Wann wird das Video gebraucht?

Füllen Sie diese 12 Felder aus, bevor Sie in ein Erstgespräch mit einer Videoproduktion gehen. Sie sparen damit nicht nur Zeit im Gespräch, Sie zeigen auch, dass Sie wissen, was Sie wollen. Das erhöht die Qualität des Endprodukts erheblich.

Bei 3DStory: Sie müssen das Briefing nicht alleine ausfüllen. Im 30-minütigen Erstgespräch gehen wir alle Felder gemeinsam durch und stellen die richtigen Fragen. Das Briefing-Gespräch ist kostenlos und unverbindlich. Jetzt Termin anfragen.

Häufige Fragen

Was gehört in ein Erklärvideo-Briefing?

Ein vollständiges Erklärvideo-Briefing enthält: Ziel des Videos, Zielgruppe, Kernbotschaft, Einsatzkanal, gewünschte Länge, Stil, Ton und Stimmung, Sprechersprache, Referenzvideos, vorhandene Materialien (Logo, CI, Texte) und Deadline.

Wie lang sollte ein Erklärvideo-Briefing sein?

Ein gutes Briefing ist so knapp wie möglich und so vollständig wie nötig. In der Praxis reichen eine bis zwei DIN-A4-Seiten oder ein Formular mit 8 bis 12 Feldern. Entscheidend ist die Klarheit, nicht die Länge.

Was ist der häufigste Fehler im Video-Briefing?

Der häufigste Fehler ist die fehlende Zielgruppen-Definition. Viele Unternehmen beschreiben ihr Produkt ausführlich, vergessen aber zu klären, wer das Video sehen soll und was diese Person danach tun soll.

Muss ich das Skript selbst schreiben?

Nein. Bei 3DStory übernehmen wir die Skripterstellung als Teil des Festpreises. Sie liefern das Briefing, wir schreiben das Skript, Sie geben es frei. Das spart Zeit und stellt sicher, dass das Skript auf Conversion optimiert ist.

Wie viele Personen sollten am Briefing beteiligt sein?

So wenige wie möglich. Idealerweise eine Person mit Entscheidungskompetenz. Je mehr Personen beteiligt sind, desto widersprüchlicher werden die Anforderungen und desto mehr Korrekturrunden entstehen später.

Fazit

Ein gutes Erklärvideo-Briefing ist keine Bürde, sondern eine Investition. Wer 30 Minuten in ein klares Briefing investiert, spart hinterher Stunden an Korrekturschleifen und erhält ein Ergebnis, das genau das leistet, was gewünscht ist. Die wichtigsten drei Punkte, auf die es ankommt: Zielgruppe klar definieren, eine Kernbotschaft wählen und ein konkretes Ziel formulieren.

Bei 3DStory begleiten wir Sie durch das Briefing-Gespräch. In 30 Minuten klären wir alles, was die Produktion braucht. Danach übernehmen wir Skript, 3D-Animation, Vertonung und Schnitt. Festpreis 3.900 EUR, fertig in 7 Werktagen.

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