Ein Erklärvideo erstellen lassen klingt einfacher, als es ist. Nicht wegen der Technik, sondern wegen der vielen Entscheidungen, die Sie vorab treffen müssen. Welcher Stil passt? Welcher Anbieter ist der richtige? Was muss ich vorbereiten, damit das Projekt reibungslos läuft?
Dieser Guide beantwortet alle diese Fragen. Schritt für Schritt. Von der ersten Idee bis zur fertigen Datei, die Sie auf Ihrer Website, auf LinkedIn oder auf Messen einsetzen können.
Phase 1: Vorbereitung und Briefing
Das Briefing ist die wichtigste Phase des gesamten Projekts. Wer hier sorgfältig arbeitet, spart sich hinterher teure Korrekturrunden und unnötige Missverständnisse.
Die vier Kernfragen, die Sie vorab beantworten müssen
1. Wer ist die Zielgruppe?
Nicht "alle Unternehmen". Nicht "B2B". Sondern: Welche konkrete Person schaut dieses Video? Ein Einkäufer im Mittelstand, der ein neues Software-Tool evaluiert? Ein Personalentscheider, der Bewerber überzeugen will? Ein Verbraucher, der einen Abonnement-Service versteht? Je konkreter Sie die Zielgruppe beschreiben, desto besser wird das Video.
2. Was soll der Zuschauer nach dem Video denken, fühlen oder tun?
Das ist der Kern jedes guten Videos. "Er soll kaufen" ist zu vage. "Er soll das Kontaktformular ausfüllen, weil er verstanden hat, dass unser Service sein konkretes Problem X löst" ist ein gutes Ziel.
3. Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?
Warum sollte ein Kunde bei Ihnen kaufen und nicht bei der Konkurrenz? Das Erklärvideo muss diesen Unterschied klar transportieren. Wenn Sie selbst keine klare Antwort auf diese Frage haben, wird das Video das Problem nicht lösen.
4. Wo wird das Video eingesetzt?
Website-Startseite, Landing Page, LinkedIn, YouTube, Messestand, Vertriebspräsentation? Das beeinflusst Länge, Format, Ton und Struktur erheblich. Ein Video für einen B2B-Vertriebsprozess klingt und wirkt anders als ein Video für einen Instagram-Post.
Was Sie für das Briefing bereitstellen sollten
- Corporate Design: Logos, Farb-Codes, Schriftarten, Style Guide
- Beispiel-Videos: Zwei bis drei Videos, die Ihnen gefallen und den angestrebten Stil zeigen
- Unternehmensunterlagen: Website-Texte, Präsentationen, Produktbeschreibungen
- Kernbotschaft: die eine Aussage, die das Video vermitteln soll
- Deadline: realistisch und mit Puffer
Phase 2: Den richtigen Anbieter wählen
Die Auswahl des richtigen Anbieters entscheidet über Qualität, Preis und die Nerven, die Sie in dem Projekt lassen. Hier sind die wichtigsten Kriterien:
Spezialisierung vs. Generalist
Suchen Sie einen Anbieter, der sich auf Erklärvideos spezialisiert hat, nicht eine allgemeine Agentur, die auch mal Videos macht. Spezialisierte Anbieter haben ausgefeiltere Prozesse, klarere Pakete und meistens bessere Ergebnisse in diesem spezifischen Format.
Portfolio: mindestens 5 Referenzvideos anschauen
Nicht die, die auf der Startseite gezeigt werden, sondern eine breite Auswahl. Schaut die Animation gleichmäßig aus oder gibt es starke Qualitätsschwankungen? Passt der Stil zu Ihrem Unternehmen? Wirken die Videos, die Sie sehen, so wie Ihr zukünftiges Video wirken soll?
Prozess und Transparenz
Ein guter Anbieter kann Ihnen genau erklären, wie der Ablauf aussieht, was in welcher Phase passiert und wann Sie involviert werden. Wenn Sie beim ersten Gespräch kein klares Bild vom Prozess bekommen, ist das ein Warnsignal.
Festpreis vs. Stundensatz
Stundensätze sind für Sie als Kunde riskant, weil Nachforderungen möglich sind. Bevorzugen Sie Anbieter mit klaren Festpreisen. Das zeigt, dass der Anbieter seinen Prozess im Griff hat und keine Überraschungen produziert.
Reaktionszeit
Wie lange dauert es, bis Sie eine Antwort auf Ihre erste Anfrage bekommen? Wie klar und hilfreich ist die Antwort? Das ist ein verlässlicher Indikator dafür, wie die Kommunikation während des Projekts sein wird.
Garantien
Seriöse Anbieter stehen hinter ihrer Arbeit. Gibt es eine Zufriedenheitsgarantie? Was passiert, wenn Sie mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind? Bei 3DStory gilt: 100 Prozent Geld-zurück-Garantie, ohne Diskussion.
Phase 3: Konzept und Skript
Nach dem Briefing entwickelt der Anbieter ein Konzept und ein Skript. Das ist die kreative Phase und gleichzeitig der wichtigste Qualitätsfilter.
Das Konzept
Das Konzept beschreibt die übergeordnete Struktur des Videos: Welche Geschichte wird erzählt? Welcher Stil wird verwendet? Welche Szenen und Elemente kommen vor? Ein gutes Konzept passt auf eine halbe Seite und ist sofort verständlich.
Nehmen Sie sich Zeit für das Konzept-Feedback. Hier lassen sich Fehler am günstigsten korrigieren. Eine Änderung im Konzept kostet eine E-Mail. Die gleiche Änderung nach der Animation kostet eine komplette Überarbeitung.
Das Skript
Das Skript ist der Text, den der Sprecher einspricht, synchronisiert mit der Visualisierung. Ein gutes Erklärvideo-Skript schreibt man auf 130 bis 150 Wörter pro Minute. Ein 60-Sekunden-Video hat also etwa 130 bis 150 Wörter, nicht mehr.
Was macht ein gutes Skript aus? Es beginnt mit dem Problem, nicht mit der Unternehmensgeschichte. Es nennt konkrete Vorteile, keine Buzzwords. Es hat einen klaren Call-to-Action am Ende. Und es klingt gesprochen, nicht geschrieben.
Feedback-Tipp: Lesen Sie das Skript laut vor. Klingt es natürlich? Würden Sie das so sagen? Wenn nicht, bitten Sie um eine Überarbeitung.
Das Storyboard
Das Storyboard visualisiert, wie jede Szene aussehen wird. Szene für Szene, synchronisiert mit dem Skript. Bei animierten Videos ist das Storyboard oft als grobe Skizze oder als Schlüssel-Frames gezeigt.
Achten Sie auf Stimmigkeit: Passen die visuellen Elemente zum Skript? Ist die Abfolge logisch? Gibt es Szenen, die Ihnen nicht gefallen? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das anzusprechen.
Phase 4: Produktion und Animation
In dieser Phase entsteht das eigentliche Video. Bei Animationsvideos wird der visuelle Stil entwickelt, alle Szenen animiert, der Sprecher aufgenommen und Musik und Sound Design hinzugefügt.
Style-Frame: der erste visuelle Eindruck
Vor der vollständigen Animation erstellen die meisten Anbieter einen oder mehrere Style-Frames. Das sind ausgearbeitete Einzelbilder, die zeigen, wie das fertige Video visuell aussehen wird. Farben, Typografie, Charaktere, Umgebungen.
Geben Sie hier klares Feedback. Ein Style-Frame zu korrigieren ist schnell erledigt. Hundert animierte Szenen in einem abweichenden Stil zu überarbeiten ist aufwändig und teuer.
Sprecher-Auswahl
Normalerweise bekommen Sie eine Auswahl aus zwei bis vier Sprecher-Samples. Wählen Sie sorgfältig: Passt die Stimme zu Ihrer Marke? Wirkt sie vertrauenswürdig? Klingt sie natürlich, wenn sie Ihr Skript liest?
Für internationale Versionen: Planen Sie jeden Sprecher separat ein. Übersetzungen brauchen oft etwas mehr Zeit, weil Skriptlängen angepasst werden müssen.
Animation
Die eigentliche Animationsphase braucht Zeit. Bei einem 60-Sekunden-Video sind das typischerweise 2 bis 5 Werktage, abhängig von Komplexität und Stil. Planen Sie in dieser Phase keine täglichen Statusupdates ein. Guter Animationsarbeit braucht konzentrierte Zeit.
Phase 5: Feedback und Korrekturrunden
Das fertige Video (oder eine erste Version davon) kommt zur Abnahme. Hier ist, wie Sie effektives Feedback geben:
Strukturiertes Feedback in einer Runde
Sammeln Sie alle Rückmeldungen intern, bevor Sie sie an den Anbieter schicken. Nichts kostet mehr Zeit als stückweises Feedback über mehrere E-Mails. "Ach, und noch eins..." ist teuer.
Beschreiben Sie konkret, was geändert werden soll, und warum. "Mir gefällt der Charakter nicht" ist schwer umzusetzen. "Der Charakter soll ernster und professioneller wirken, weniger cartoonhaft" ist ein klares Feedback.
Was in der Revisionsphase machbar ist
- Textänderungen im Skript (vor dem Sprecher-Recording klar einfacher)
- Farbanpassungen einzelner Elemente
- Timing-Korrekturen: Szenen schneller oder langsamer
- Austausch einzelner Icons oder Grafiken
- Kleinere Texteinblendungen anpassen
Was aufwändig (und oft extra) ist
- Komplette Szenen neu gestalten oder ersetzen
- Den Animationsstil grundlegend ändern
- Das Skript nach dem Sprecher-Recording komplett neu schreiben
- Neue Szenen hinzufügen, die im Storyboard nicht geplant waren
Phase 6: Finalisierung und Übergabe
Nach der finalen Abnahme bekommen Sie alle Ausgabedateien. Was Sie erwarten sollten:
Dateiformate
Standard ist MP4 in H.264-Codierung für alle digitalen Plattformen. Zusätzlich sollten Sie bekommen: WebM für Webseiten-Einbettung, MOV als Masterformat für spätere Bearbeitungen und ggf. separate Audio-Dateien für spätere Sprecher-Austausche.
Verschiedene Seitenverhältnisse
16:9 für YouTube und Website, 9:16 für Instagram Reels und TikTok, 1:1 für LinkedIn und Twitter. Fragen Sie, ob alle Formate im Preis enthalten sind, bevor Sie unterschreiben.
Quelldateien
Quelldateien (die Animationsprojekte selbst) werden selten standardmäßig übergeben, da das proprietäres Know-how des Anbieters enthält. Klären Sie vorab, ob und zu welchen Kosten Sie die Quelldateien erhalten können, falls Sie das Video später selbst anpassen möchten.
Realistische Timeline für ein Erklärvideo-Projekt
Hier ist eine realistische Übersicht, wie lange ein professionelles Erklärvideo-Projekt dauert:
| Phase | Standard-Dauer | Bei 3DStory |
|---|---|---|
| Briefing und Konzept | 3-5 Werktage | 1-2 Werktage |
| Skript und Storyboard | 3-5 Werktage | 1-2 Werktage |
| Style-Frame und Feedback | 2-3 Werktage | 1 Werktag |
| Animation und Produktion | 5-10 Werktage | 2-3 Werktage |
| Sprecher und Sound | 2-3 Werktage | 1 Werktag |
| Korrekturrunden und Finalisierung | 3-5 Werktage | 1-2 Werktage |
| Gesamtdauer | 3-6 Wochen | 5 Werktage |
Checkliste: Was Sie vor dem Start brauchen
Checkliste Erklärvideo-Briefing
- Zielgruppe: konkret beschrieben (Berufsbezeichnung, Entscheidungssituation, Wissensstand)
- Kernbotschaft: ein Satz, der die wichtigste Aussage des Videos zusammenfasst
- Alleinstellungsmerkmal: warum soll die Zielgruppe bei Ihnen kaufen?
- Call-to-Action: was soll der Zuschauer am Ende tun?
- Corporate Design: Logo (Vektordatei), Farb-Codes (HEX), Schriftarten
- Stilbeispiele: 2-3 Videos, die Sie ästhetisch ansprechen
- Einsatzkanal: Website, LinkedIn, YouTube, Messe, Vertrieb?
- Gewünschte Länge: 30, 60 oder 90 Sekunden?
- Deadline: konkretes Datum mit einem kleinen Puffer
- Interne Entscheider: wer muss das Video intern freigeben?
Häufige Fragen: Erklärvideo erstellen lassen
Standard: 2 bis 4 Wochen. Bei 3DStory: 5 Werktage vom Briefing-Start bis zur fertigen Datei. Die Dauer hängt stark von der Klarheit des Briefings und der Reaktionszeit auf Feedback ab. Wer intern schnell entscheidet, bekommt das Video schneller.
Bei seriösen Anbietern nicht. Konzept und Skript gehören in den meisten professionellen Paketen dazu. Wenn Sie bereits ein Skript haben, können Sie das als Basis verwenden. Aber erwarten Sie, dass der Anbieter es kürzt und optimiert. Die meisten Kunden-Skripte sind zu lang und zu produktzentriert, nicht problemzentriert.
Bei einem professionellen Anbieter mit klarem Prozess ist das selten ein Problem. Trotzdem: Fragen Sie vorab, wie viele Korrekturrunden inklusive sind und was die Garantiebedingungen sind. Bei 3DStory gilt eine 100-prozentige Zufriedenheitsgarantie. Wenn das Ergebnis nicht überzeugt, erstatten wir den Betrag vollständig zurück.
Das hängt vom Anbieter und den vereinbarten Lieferumfängen ab. Standardmäßig bekommen Sie die fertigen Video-Dateien, nicht die Quelldateien. Quelldateien sind das Animations-Projekt (zum Beispiel After Effects Datei) und werden meist separat berechnet. Klären Sie das vorab, wenn Sie planen, das Video später selbst zu bearbeiten.
Zielgruppe, Kernbotschaft, Alleinstellungsmerkmal, Call-to-Action, Corporate Design (Logo, Farben, Schriften), Stilbeispiele, Einsatzkanal, gewünschte Länge und Deadline. Je vollständiger das Briefing, desto schneller und günstiger wird die Produktion.
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