Ein gutes Video-Briefing ist die Grundlage für jedes erfolgreiche Videoprojekt. Egal ob Erklärvideo, Imagefilm, Produktvideo oder Werbevideo: Wer das Briefing sorgfältig erstellt, spart sich Wochen an Revisionen und erhält ein Ergebnis, das seinen Vorstellungen entspricht.
Diese Checkliste enthält 47 Fragen, die ein vollständiges Video-Briefing abdecken. Sie ist in neun Bereiche gegliedert, mit allgemeinen Fragen, die für alle Videoformate gelten, und formatspezifischen Abschnitten für Erklärvideo, Imagefilm, Produktvideo und Werbevideo. Kein Download nötig, einfach verwenden.
Warum eine Briefing-Checkliste wichtig ist
Die häufigste Ursache für gescheiterte Videoprojekte ist nicht die Produktion. Sie ist das fehlende oder unvollständige Briefing. Wenn das Produktionsteam Annahmen trifft, wo klare Antworten fehlen, entstehen Videos, die am Ziel vorbeischießen. Revisionsschleifen, Verzögerungen und im schlimmsten Fall ein kompletter Neustart sind die Folge.
Eine strukturierte Checkliste hilft dabei, nichts Wichtiges zu vergessen. Sie gibt Ihnen und dem Produktionsteam eine gemeinsame Sprache und sorgt dafür, dass alle Beteiligten dasselbe Ziel verfolgen, bevor die erste Szene animiert wird.
Die konkreten Vorteile einer gründlichen Briefing-Checkliste:
- Vollständigkeit: Alle relevanten Aspekte werden abgedeckt, nichts wird vergessen.
- Klarheit: Offene Fragen werden sichtbar, bevor sie zum Problem werden.
- Effizienz: Das Produktionsteam kann sofort beginnen, ohne Rückfragen.
- Qualität: Das Video wird auf Ihre spezifischen Ziele und Ihre Zielgruppe optimiert.
Hinweis zur Verwendung: Nutzen Sie die allgemeinen Bereiche (1, 2, 7, 8) für jedes Videoprojekt. Den formatspezifischen Bereich (3, 4, 5 oder 6) wählen Sie je nach geplantem Videoformat. Sie müssen nicht alle Felder ausfüllen, bevor Sie Kontakt aufnehmen.
Checkliste 1: Allgemeine Angaben
Diese Basisdaten benötigt jedes Produktionsteam, unabhängig vom Videoformat.
Allgemeine Angaben (8 Punkte)
- ☐ Firmenname und Branche angegeben
- ☐ Ansprechpartner mit Name, E-Mail und Telefon angegeben
- ☐ Freigabe-Verantwortlicher benannt (wer entscheidet am Ende?)
- ☐ Budget angegeben oder Budget-Rahmen kommuniziert
- ☐ Wunsch-Deadline und spätestes Lieferdatum angegeben
- ☐ Geplantes Veröffentlichungsdatum oder Event angegeben (falls relevant)
- ☐ Videoformat festgelegt (Erklärvideo, Imagefilm, Produktvideo, Werbevideo)
- ☐ Anzahl der gewünschten Videos angegeben (einzeln oder Serie?)
Checkliste 2: Zielgruppe und Botschaft
Dieser Bereich ist der wichtigste im gesamten Briefing. Je klarer Sie Ihre Zielgruppe und Botschaft beschreiben, desto wirkungsvoller wird das Video.
Zielgruppe und Botschaft (9 Punkte)
- ☐ Primäre Zielgruppe beschrieben (Rolle, Branche, Unternehmensgröße)
- ☐ Hauptproblem der Zielgruppe beschrieben (welches Problem lösen Sie?)
- ☐ Wissensstand der Zielgruppe angegeben (Anfänger, Fortgeschrittene, Experten?)
- ☐ Primäres Video-Ziel definiert (ein einziges Hauptziel: Leads, Conversions, Erklärung, etc.)
- ☐ Gewünschte Handlung nach dem Video definiert (was soll der Zuschauer tun?)
- ☐ Kernbotschaft formuliert (die eine Aussage, die hängen bleiben soll)
- ☐ Unterstützende Botschaften (2 bis 3 Argumente, die die Kernbotschaft stützen)
- ☐ Häufige Einwände der Zielgruppe benannt (was hält sie vom Kauf ab?)
- ☐ Tabuthemen angegeben (was soll nicht erwähnt werden?)
Checkliste 3: Erklärvideo-spezifische Fragen
Diese Fragen gelten zusätzlich, wenn das Video ein Erklärvideo sein soll.
Erklärvideo (5 Punkte)
- ☐ Erklärlogik skizziert: Problem - Lösung - Ergebnis, oder andere Struktur?
- ☐ Komplexität des Themas eingeschätzt (simpel erklärbar, oder braucht es Fachbegriffe?)
- ☐ Schritte oder Phasen des Produkts / Prozesses aufgelistet (damit das Script strukturiert werden kann)
- ☐ Call-to-Action am Ende des Videos konkret angegeben (Text und Verlinkung)
- ☐ Einsatzort des Erklärvideos angegeben (Startseite, Produktseite, Landing Page, Vertrieb)
Checkliste 4: Imagefilm-spezifische Fragen
Diese Fragen gelten zusätzlich, wenn das Video ein Imagefilm sein soll.
Imagefilm (5 Punkte)
- ☐ Gewünschte Emotion definiert (was soll der Zuschauer fühlen: Vertrauen, Begeisterung, Sicherheit, Stolz?)
- ☐ Kernwerte des Unternehmens benannt (was soll der Imagefilm über Sie aussagen?)
- ☐ Positionierung klar (Premium, Familienunternehmen, innovativ, regional, international?)
- ☐ Zielgruppe des Imagefilms definiert (Kunden, Bewerber, Partner, Investoren?)
- ☐ Bestehende Markenidentität beigefügt (Corporate Design, Leitbild, Unternehmensgeschichte)
Checkliste 5: Produktvideo-spezifische Fragen
Diese Fragen gelten zusätzlich, wenn das Video ein Produktvideo sein soll.
Produktvideo (5 Punkte)
- ☐ Produktdetails vollständig beschrieben (Funktion, Materialien, Maße, technische Daten)
- ☐ Wichtigste Features priorisiert (welche 3 Eigenschaften soll das Video hervorheben?)
- ☐ Einsatzszenario beschrieben (in welcher Situation nutzt die Zielgruppe das Produkt?)
- ☐ Produktdateien vorhanden (3D-Modell, CAD-Daten, hochauflösende Fotos, technische Zeichnungen)
- ☐ Kaufentscheidungs-Kontext klar (in welcher Phase des Kaufprozesses sehen Interessenten dieses Video?)
Checkliste 6: Werbevideo-spezifische Fragen
Diese Fragen gelten zusätzlich, wenn das Video als Werbevideo oder für bezahlte Werbung eingesetzt werden soll.
Werbevideo (5 Punkte)
- ☐ Hook-Strategie definiert (wie soll das Video in den ersten 3 Sekunden Aufmerksamkeit erzeugen?)
- ☐ Kampagnen-Kontext erklärt (Teil einer Kampagne oder Einzelmaßnahme? Welches Kampagnenziel?)
- ☐ Plattform-Anforderungen angegeben (LinkedIn Ads, Meta Ads, Google Ads, YouTube Ads - je unterschiedliche Anforderungen)
- ☐ Zielseite (Landing Page) angegeben, auf die das Video-Ad verlinkt
- ☐ A/B-Test-Bedarf geklärt (sollen mehrere Versionen mit unterschiedlichen Hooks produziert werden?)
Checkliste 7: Technische Anforderungen
Diese technischen Punkte gelten für alle Videoformate und müssen vor Produktionsbeginn feststehen.
Technische Anforderungen (8 Punkte)
- ☐ Videolänge festgelegt (z.B. 30 Sek., 60 Sek., 90 Sek., 2 Min.)
- ☐ Seitenverhältnis/Formate angegeben (16:9, 9:16, 1:1 - je nach Einsatzkanal)
- ☐ Auflösung angegeben (Full HD 1080p oder 4K)
- ☐ Sprache(n) festgelegt (Deutsch, Englisch, mehrsprachig?)
- ☐ Untertitel geklärt (ja/nein, welche Sprache, eingebrannt oder separat als SRT?)
- ☐ Dateiformat angegeben (MP4 H.264 Standard, MOV, oder andere Anforderungen)
- ☐ Marken-Assets bereitgestellt: Logo (SVG/PNG transparent), Farbpalette (Hex-Codes), Schriften, Brand Guidelines
- ☐ Ton und Sprache der Voiceover-Stimme beschrieben (männlich/weiblich, jung/erfahren, Deutsch-Akzent?)
Checkliste 8: Referenzen und Inspirationen
Dieser Bereich wird oft unterschätzt, aber er ist einer der wirkungsvollsten Teile des Briefings. Ein Referenzvideo sagt mehr als tausend Worte.
Referenzen und Inspirationen (7 Punkte)
- ☐ 2 bis 3 Referenzvideos beigefügt (Links zu YouTube oder Vimeo)
- ☐ Begründung zu jedem Referenzvideo angegeben (was genau gefällt Ihnen daran?)
- ☐ Negative Referenzen angegeben (Videos, die Ihnen nicht gefallen, mit Begründung)
- ☐ Eigene bisherige Videos geteilt (falls vorhanden, als Orientierung für bestehende Markenidentität)
- ☐ Konkurrenz-Videos geteilt (was machen Mitbewerber, was soll explizit anders sein?)
- ☐ Farbpräferenzen angegeben (über die Markenfarben hinaus: welche Farben passen zur gewünschten Stimmung?)
- ☐ Musik-Richtung angegeben (locker und modern, dynamisch und motivierend, ruhig und seriös, emotional?)
Die 10 wichtigsten Fragen im Briefing
Falls Sie wenig Zeit haben, konzentrieren Sie sich auf diese zehn Fragen. Sie decken die wichtigsten Entscheidungen ab, auf deren Basis ein Produktionsteam arbeiten kann.
| # | Frage | Warum wichtig |
|---|---|---|
| 1 | Was ist das primäre Ziel des Videos? | Alle kreativen Entscheidungen folgen dem Ziel |
| 2 | Wer ist die Zielgruppe (konkret)? | Bestimmt Sprache, Bilder und Argumente |
| 3 | Was ist die eine Kernbotschaft? | Der rote Faden des gesamten Videos |
| 4 | Was soll der Zuschauer nach dem Video tun? | Definiert den Call-to-Action und den Abschluss |
| 5 | Welche Tonalität ist gewünscht? | Bestimmt Stimme, Musik und Animationsstil |
| 6 | Welche Referenzvideos gefallen Ihnen? | Kommuniziert den Wunschstil ohne Missverständnisse |
| 7 | Wie lang soll das Video sein? | Bestimmt Informationsdichte und Produktionsaufwand |
| 8 | Wo wird das Video eingesetzt? | Bestimmt Formate, Seitenverhältnisse und Lautstärke |
| 9 | Was ist die Deadline? | Ermöglicht realistische Produktionsplanung |
| 10 | Wer gibt das Video am Ende frei? | Verhindert späte Überraschungen im Freigabeprozess |
Briefing-Vorlage vs. Checkliste - der Unterschied
Die beiden Begriffe werden oft synonym verwendet, meinen aber etwas Unterschiedliches.
Die Briefing-Vorlage
Eine Briefing-Vorlage ist ein strukturiertes Dokument, das Sie von Anfang an ausfüllen. Sie enthält Felder für Ihre Antworten und führt Sie durch alle relevanten Bereiche. Das Ergebnis ist ein fertiges Dokument, das Sie direkt an das Produktionsteam übergeben können. Die Vorlage ist das Hauptinstrument beim Erstellen des Briefings.
Wenn Sie eine vollständige Briefing-Vorlage mit ausführlichen Erläuterungen suchen, finden Sie sie hier: Erklärvideo Briefing Vorlage.
Die Briefing-Checkliste
Eine Briefing-Checkliste ist eine Liste von Punkten, die Sie am Ende abhaken, um zu überprüfen, ob das Briefing vollständig ist. Sie hilft dabei, sicherzustellen, dass nichts Wichtiges vergessen wurde, bevor das Briefing eingereicht wird. Die Checkliste ist das Kontrollinstrument nach dem Erstellen des Briefings.
Wann welches Instrument?
Verwenden Sie die Vorlage, wenn Sie das Briefing von Grund auf neu erstellen. Verwenden Sie die Checkliste, wenn das Briefing bereits besteht und Sie es auf Vollständigkeit prüfen möchten. In der Praxis ist es sinnvoll, beides zu kombinieren: zuerst die Vorlage ausfüllen, dann die Checkliste zur Kontrolle durchgehen.
Praktischer Tipp: Legen Sie diese Seite als Lesezeichen ab. Jedes Mal, wenn Sie ein neues Videoprojekt starten, können Sie die Checkliste als Referenz nutzen und sicherstellen, dass Ihr Briefing vollständig ist.
Häufige Fragen
Eine Briefing-Vorlage ist ein strukturiertes Dokument, das Sie mit Ihren spezifischen Inhalten ausfüllen. Eine Briefing-Checkliste ist eine Liste von Punkten, die Sie abhaken, um sicherzustellen, dass nichts vergessen wurde. Die Checkliste ist ideal zur Kontrolle am Ende, die Vorlage zum Erstellen des Briefings.
Ein gutes Video-Briefing enthält zwischen 20 und 50 Fragen, je nach Komplexität des Projekts. Wichtiger als die Anzahl ist, dass die richtigen Bereiche abgedeckt sind: Ziel, Zielgruppe, Botschaft, Stil, technische Anforderungen, Budget und Timeline.
Diese Fragen sind für jedes Videoformat relevant: Wer ist die Zielgruppe? Was ist das primäre Ziel des Videos? Was soll der Zuschauer nach dem Video tun? Welche Tonalität ist gewünscht? Welche technischen Formate werden benötigt? Was ist das Budget und die Deadline?
Den allgemeinen Teil (Zielgruppe, Ziel, Botschaft, Stil, Technik) können Sie für alle Formate verwenden. Zusätzlich gibt es formatspezifische Fragen: Beim Erklärvideo geht es stärker um die Erklärlogik und den CTA, beim Imagefilm um emotionale Wirkung und Markenidentität, beim Produktvideo um technische Details und beim Werbevideo um den Hook und die Kampagnenstrategie.
Sie können das ausgefüllte Briefing per E-Mail an info@3dstory.de schicken oder über das Kontaktformular einreichen. Alternativ buchen Sie direkt ein Briefing-Gespräch. Wir gehen die Checkliste dann gemeinsam mit Ihnen durch, kein Aufwand Ihrerseits. Festpreis: 3.900 EUR netto, Lieferzeit 5 bis 7 Werktage.
Briefing eingereicht?
Sobald Ihre Checkliste vollständig ist, nehmen Sie Kontakt auf. Wir klären offene Punkte gemeinsam und starten die Produktion Ihres Videos zum Festpreis von 3.900 EUR.
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